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Dieter Möller : DAS ÄLTESTE ÜBERLIEFERTE MAURERISCHE RITUAL


Ramzaj
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Dieter Möller, Karlsruhe

DAS ÄLTESTE ÜBERLIEFERTE MAURERISCHE RITUAL

(1)

Wenn wir versuchen, den Ursprüngen des maurerischen Rituals bis in eine möglichst frühe Vergangenheit zu folgen, führt uns die Spur des vor¬handenen Quellenmaterials zurück bis in das Jahr 1598. Zwar kennen wir aus dem Hoch- und Spätmittelalter drei frühere Zeugnisse der Existenz des Maurerbundes in England, nämlich

1. das Regius-Manuskript (etwa 1390)

2. das Cooke-Manuskript (etwa 1410) und

3. das Grand-Lodge-Manuskript Nr. 1 (etwa 1583)

Aber diese alten Konstitutionsschriften oder auch „Alten Ordnungen" lassen uns bei der Suche nach den Ursprüngen des maurerischen Rituals in einem weiten, offenen Feld allein und erlauben uns allenfalls Hypothesen und Interpolationen.

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Glücklicherweise sind uns im Protokollbuch der ältesten Loge der Welt, Mary's Chapel, Nr. 1, Edinburgh (Schottland), die Bestimmungen eines maurerischen Gesetzes erhalten geblieben, das von William Schaw, dem Oberbaumeister des Königs und Generalaufseher des Handwerkes der Mau¬rer im Königreich Schottland erlassen wurde. Aus dem Artikel XIII der Schaw-Statuten von 1598 ersehen wir, daß keiner in den Maurerbund auf¬genommen werden durfte, der keine Probe seines Geschickes und seiner Würdigkeit in seinem Beruf und Handwerk bestanden hatte. Man könnte nun zwar argumentieren, diese Probe habe sich allein auf handwerkliche Kenntnisse und Fähigkeiten bezogen. Diesem Argument ist jedoch dadurch die Überzeugungskraft versagt, daß sich im gleichen Artikel die Bestimmung findet, daß die Namen der „intenders" — gemeint sind Instruktoren oder Tutoren — in das Protokollbuch der Loge einzutragen sind. Aus späteren schottischen Urkunden wissen wir sehr genau, welche Aufgaben diese „inten¬ders" zu erfüllen hatten. Ähnlich unseren heutigen Bürgen übernahmen sie eine gewisse Verantwortung für die Kandidaten; ihre Hauptaufgabe bestand jedoch darin, die Kandidaten und die aufgenommenen jungen Brü¬der über die esoterischen Geheimnisse der Maurerei derart zu belehren und zu unterrichten, daß sie imstande waren, sich erfolgreich einer Prüfung ihrer Kenntnisse zu unterziehen. Wir können daher die „intenders" ihrer Funktion nach ebensogut mit dem heutigen vorbereitenden Bruder vergleichen.

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Was aber war nun der Gegenstand der Belehrung, Vorbereitung und Prüfung? Wir können heute mit einem hohen Grade von Wahrscheinlich-

keit sagen, daß es jene Bräuche waren, die man in Schottland mit der Ertei¬lung des „Maurerwortes" verknüpfte. Dieses Maurerwort finden wir zwar erstmals beim Namen genannt in einer profanen Quelle, einer in Gedicht¬form abgefaßten Geschichte der schottischen Stadt Perth und ihrer Nach¬barschaft (Henry Adamson, The Muses Threnodie, Edinburgh, 1638), es taucht jedoch in späterer Zeit wiederholt in profanen und maurerischen Quellenurkunden auf. Br. Douglas Knoop und Prof. G. P. Jones haben in ihrem Standardwerk, The Genesis of Freemasonry, dem schottischen Maurerwort das V. Kapitel gewidmet.

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Doch die Quellen lassen uns über Art und Inhalt der Bräuche, die mit der Erteilung des Maurerwortes verknüpft waren, noch mehr als ein halbes Jahrhundert lang im Stich.

Erst ab 1696 stoßen wir auf Quellenschriften, die es uns ermöglichen, das Ritual der Erteilung des Maurerwortes näher zu beschreiben. Die Quellenurkunden, aus denen wir das älteste überlieferte Ritual rekonstru¬ieren können, seien nachstehend unter Angabe des Entstehungsjahres und des in Klammern gesetzten Jahres ihrer Entdeckung oder Auffindung wie¬dergegeben. Es sind dies

1. das Edinburgh Register House Manuskript von 1696 (1930),

2. das Chetwode Crawley Manuskript von 1700 (1904),

3. dasKevan Manuskript von 1717 (1954) und

4. das Haughfoot Fragment von 1702.

Soweit die genannten Quellenurkunden Fragen offen lassen oder einer Interpretation bedürfen, wird nachstehend auf zwei weitere Quellen zu¬rückgegriffen werden, nämlich

5. das Sloane Manuskript 3329 von 1700 (1754) und

6. das Trinity College, Dublin, Manuskript von 1711 (1724).

Die verhältnismäßig späte Entdeckung des Edinburgh Register House Manuskripts und des Kevan Manuskripts haben in Verbindung mit der Unterbrechung der freimaurerischen Forschungstätigkeit in Deutschland von 1933 bis etwa 1948 dazu geführt, daß diese Quellenurkunden von richtungsweisender Bedeutung in unserem Lande, sieht man von wenigen Ausnahmen ab, bisher nicht die ihnen gebührende Würdigung gefunden haben.

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Nach diesen einleitenden Worten soll nunmehr der Versuch unternommen werden, das Ritual der sogenannten „Edinburgh-Gruppe" zu rekonstruieren. Unter „Edinburgh-Gruppe" verstehen wir die oben unter Nr. 1 bis 4 zitierten Quellenschriften. Ehe wir jedoch den Versuch einer solchen Re¬konstruktion unternehmen, müssen wir einige Worte der Erläuterung vorausschicken. Wo siedeln wir das Ritual der Edinburgh-Gruppe an? War es ein werkmaurerisches, ein angenommenes oder ein spekulatives Ritual? Sicherlich entstand es zu einer Zeit, in der in vielen Logen Schottlands Nicht-werkmaurer, die sogenannten „Gentleman Masons", in großer Zahl Ein¬gang gefunden hatten. Beachtenswert ist ferner die Tatsache, daß die Loge in Haughfoot, der wir das Haughfoot Fragment verdanken, ausschließlich aus Nichtangehörigen des Steinbauhandwerks bestand. Andererseits wissen wir aus den Protokollen der bereits erwähnten Edinburgh Loge Nr. 1, daß diese sich trotz ihrer zahlreichen nicht dem Handwerk verbundenen Mit¬glieder noch gegen 1700 ausschließlich mit handwerklichen Fragen be¬schäftigte. Wir können daher im Rahmen der Kategorien der freimaure¬rischen Geschichtsforschung das Ritual der „Edinburgh-Gruppe" besten¬falls als ein Ritual der Ubergangszeit einstufen, da der Begriff der „an¬genommenen Maurerei" nur auf englische, nicht aber auf schottische Ver¬hältnisse anwendbar ist. Nicht unerwähnt aber darf in diesem Zusammen¬hang die von Knoop und Jones a.a.O. vertretene Ansicht bleiben, daß die in Schottland entwickelten Rituale von maßgeblichem Einfluß auf die Ent¬wicklung des Brauchtumes der englischen angenommenen Maurer und der Londoner Großloge von 1717 waren.

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Bei der Durchsicht der Katechismen der „Edinburgh-Gruppe" stoßen wir immer wieder auf die Bezeichnung „Kilwinning". Die Verwendung dieser Ortsbezeichnung deutet darauf hin, daß nicht die Loge Mary's Chapel, Nr. 1, in Edinburgh, sondern eine von der alten Mutterloge Kilwinning, Nr. 0, gegründete Loge in Edinburgh oder Umgebung uns das Ritual des Edin¬burgh Register House Manuskripts hinterlassen hat. Ob dies nun die Canongate Kilwinning Lodge, Nr. 2, oder eine andere von der alten Mutter¬loge Kilwinning in Edinburgh oder der näheren Umgebung der schottischen Hauptstadt gegründete Loge war, läßt sich heute nicht mehr aufklären.

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Schließlich ist hinzuzufügen, daß das Ritual der „Edinburgh-Gruppe" mit Sicherheit ein zweigradiges war. Wenn wir in diesem Ritual Elemente finden, die wir heute dem Meistergrade zuordnen, so bedeutet dies nicht mehr und nicht weniger als daß die heutigen zweiten und dritten Grade der Freimaurerei durch eine Teilung des früheren Brauchtums des zweiten und letzten Grades entstanden sind.

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Lassen wir nach diesen Worten der Einleitung nunmehr das Ritual selbst zu Worte kommen. Der Kandidat wird in den Raum geführt, den wir heute Tempel oder Loge nennen. Dort sitzen im Osten der Maurermeister oder nach deutschem Sprachgebrauch der Meister vom Stuhl oder Logen¬meister ), im Südwesten der Aufseher und im Nordosten die übrigen Brü¬der. Auf einem Tisch oder Altar liegen die Bibel, das Winkelmaß und der Maßstab. Man läßt den Kandidaten vor diesem Tisch oder Altar nieder¬knien, versetzt ihn durch viele Zeremonien, von denen wir heute so gut wie nichts mehr wissen, in Angst und Furcht, läßt ihn die rechte Hand auf die Bibel legen und nimmt ihm einen Veschwiegenheitseid ab. Für den Fall eines Bruches dieses Eides wird dem Kandidaten angedroht, daß die Sonne am Firmament ebenso gegen ihn Zeugnis ablegen werde wie alle Anwesenden. Der Bruch des Eides werde ein Anlaß zu seiner Verdammung sein, und gleicher Weise würden ihn die Maurer sicherlich ermorden. Nach Ablegung des Gelöbnisses der Verschwiegenheit läßt man den Kandidaten den folgen¬den Eid leisten:

„Bei Gott selbst, und Ihr sollt Euch vor Gott verantworten, wenn Ihr an dem großen Tage nackt vor ihm steht, sollt Ihr niemals irgend¬einen Teil dessen enthüllen, was Ihr hören oder sehen werdet, weder durch das Wort oder durch die Schrift, noch sollt Ihr es nieder¬schreiben oder zu irgendeiner Zeit in Schriftform bringen, noch es mit der Spitze eines Schwertes oder irgendeines anderen Instrumentes in den Schnee oder Sand zeichnen, noch sollt Ihr darüber sprechen, es sei denn zu einem eingetragenen Maurer, so wahr Euch Gott helfe."

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Nachdem er den Eid geleistet hat, wird er aus dem Tempel- oder Logen¬raum entfernt und vom jüngsten Maurer begleitet. Dieser versetzt dann den Kandidaten mittels „tausend lächerlicher Stellungen und Grimassen" erneut hinreichend in Angst und Furcht. Dann belehrt er den Kandidaten über die Art und Weise, wie er sich zu erkennen geben soll, das heißt über die Zeichen, die Stellung und die Worte bei seinem Eintritt in die Loge, die, wie folgt beschrieben werden:

Wenn er die Loge wieder betritt, muß er zunächst eine lächerliche Ver¬beugung und dann das Zeichen (nämlich unser heutiges Halszeichen) machen und sagen: Gott segne die ehrwürdige Gesellschaft. Dann muß er seinen Hut auf sehr närrische Art absetzen, was er ebenso wie das Zeichen nur bei dieser Gelegenheit zeigen darf, und die Eintrittsworte sprechen. Wie der Hut abzunehmen war, können wir aus dem Sloane Manuskript 3 329 sehen. Man legt Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand auf und den Daumen und die übrigen Finger unter die Hutkrempe, zieht den Hut vom Kopfe und gibt ihm einen Schwung von links nach rechts, um ihn dann wieder aufzusetzen. Die Eintrittsworte lauten:

„Hier komme ich, der jüngste und letzte eingetragene Lehrling, der ich bei Gott und St. Johannes, beim Winkelmaß, dem Zirkel und dem gemeinen Maßstabe geschworen habe, vom Montag Morgen bis zum Samstag Abend meinem Meister in der Loge Dienst zu tun und die Schlüssel der Loge unter keiner geringeren Strafe zu ver¬wahren, als daß man mir die Zunge unter dem Kinn herausschneide und mich innerhalb der Flutmarke begrabe, wo niemand es wissen wird."

Dann macht der Kandidat das Zeichen, indem er seine Hand unter dem Kinn über die Kehle zieht, welches bedeutet, daß ihm die Zunge heraus¬geschnitten werde, falls er sein Wort brechen sollte.

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Dann flüstern sich die anwesenden Maurer das Wort zu. Sie beginnen bei dem jüngsten, bis es zum Meister gelangt, der das Wort dem neuen eingetragenen Lehrlinge erteilt. Damit ist das Ritual der Aufnahme des eingetragenen Lehrlings oder des ersten Grades beendet. Hinzuzufügen wäre noch, daß das „Wort", wie das Chetwode Crawley Manuskript zeigt, in Wahrheit aus den zwei Worten „Jachin" und „Boaz" bestand. Der Griff des Lehrlings ist weder in den Handschriften der Edinburgh-Gruppe noch im Sloane Manuskript 3329 beschrieben. Im Trinity College Manuskript heißt es, der Griff des Lehrlings werde auf die Sehnen in einen Hohlraum gegeben.

(и)

Das Ritual der Beförderung zum Handwerksgenossen oder Maurer¬meister unterscheidet sich nur in einigen Punkten von dem der Lehrlings¬aufnahme. Der Eid wird nur noch auf Bibel, Winkelmaß und Zirkel, aber nicht mehr auf den gemeinen Maßstab abgelegt. Entsprechend ändern sich die Eintrittsworte. Obschon eine Selbstverständlichkeit, sei dennoch aus¬drücklich bemerkt, daß vor der Beförderungsarbeit die Lehrlinge den Tempel verlassen mußten. Auch im zweiten Grade entfernen sich der Kandidat und der jüngste anwesende Bruder nach der Eidesleistung aus der Loge, damit der Kandidat draußen die Stellungen und Zeichen der Genossenschaft erlerne. Wenn der Kandidat wieder die Loge betritt, macht er das Meisterzeichen. Das Eintrittszeichen ist nicht näher beschrieben. Vielleicht war es jenes Zeichen, das im Sloane Manuskript 3329 wie folgt beschrieben wird: Man beugt den rechten Arm so, daß er die Form eines rechten Winkels annimmt und legt die linke Handfläche auf das Herz. Auch im zweiten Grad wird das Wort geflüstert weitergegeben, und zwar geht es wie im ersten Grad vom jüngsten Bruder bis zum Meister der Loge. Um das Wort zu empfangen, muß sich der Kandidat in eine bestimmte Stellung bringen, die man als die fünf Punkte der Genossenschaft be¬zeichnete.

Ehe er das Wort empfängt, entbietet der Kandidat dem Meister vom Stuhl den folgenden Gruß:

„Die würdigen Meister und die ehrwürdige Gesellschaft grüßen Euch wohl, grüßen Euch wohl, grüßen Euch wohl." Dann erteilt der Meister dem Kandidaten das Wort und ergreift seine Hand nach Maurerart. Das Wort ist im Gegensatz zum Worte der Lehr¬linge nicht wiedergegeben, aber aus dem Sloane Manuskript 3 3 29 und dem Trinity College Manuskript ist zu entnehmen, daß es „Mahabyn" oder auch „Matchpin" lautete; beide Bezeichnungen sind wahrscheinlich ver¬stümmelte, aus dem Gedächtnis wiedergegebene Formen des Wortes „Mach-benah" (1. Chron., 2, 49), wie wir es erstmals in Prichards Verräterschrift von 1730 finden und wie es noch heute in den englisch sprechenden Logen im Meistergrade verwendet wird. Uber den Meistergriff lassen die Rituale der Edinburgh-Gruppe nur erkennen, daß er mittels der schon erwähnten fünf Punkte der Genossenschaft gegeben wurde. Jedoch finden wir im Sloane Manuskript 3329 eine recht genaue Beschreibung des Griffes: Sie fassen einander bei der Hand, drücken die Nägel der vier Finger fest auf das Ende des Handgelenkes und den Daumennagel fest zwischen das zweite Daumengelenk und das dritte Zeigefingergelenk.

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Neben dieser Beschreibung der Aufnahme- und Beförderungszeremonie, die im Edinburgh Register House, Chetwode Crawley und Kevan Manu¬skript übereinstimmend als die „Form der Erteilung des Maurerwortes" bezeichnet sind, enthalten die drei genannten Handschriften ferner einen in allen wesentlichen Einzelheiten übereinstimmenden Katechismus. Dieser Katechismus, der nachstehend in der Fassung des Edinburgh Register House Manuskriptes wiedergegeben ist, zeigt deutlich, daß das in Schott¬land ausgangs des 17. Jahrhunderts bearbeitete Ritual durchaus esoterischen Charakter besitzt und eine ganze Reihe von symbolischen Elementen auf¬weist.

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Frage 1: Seid Ihr ein Maurer? Antwort: Ja.

Frage 2: Wie soll ich es erkennen2 Antwort: Ihr sollt es zu geeigneter Zeit und am passenden Ort erfahren.

Bemerkung: Die genannte Antwort ist nur dann zu geben, wenn Nichtmaurer anwesend sind. Falls keine dabei sind, solltet Ihr antworten: Durch Zeichen, Merkmale und andere Punkte mei¬ner Aufnahme.

Frage 3: Was ist der erste Punkt? Antwort: Sagt mir den ersten Punkt, ich sage Euch den zweiten. Der erste ist, zu verhehlen und zu verschweigen, der zweite, unter keiner geringeren Strafe als des Durchschneidens Euerer Gurgel. Denn Ihr müßt jenes Zeichen machen, wenn Ihr dies sagt.

Frage 4: Wo wurdet Ihr aufgenommen? Antwort: In der ehrenwerten Loge.

Frage 5: Was macht eine wahre und vollkommene Loge aus? Antwort: Sieben Meister, fünf eingetragene Lehrlinge, eine Tagereise von einer Marktstadt, ohne Hundegebell oder Hahnengeschrei.

Frage 6: Machen nicht weniger eine wahre und vollkommene Loge?

Antwort: Ja, fünf Maurer und drei eingetragene Lehrlinge, usw.

Frage 7: Tun es nicht weniger? Antwort: Je mehr, je fröhlicher, je weniger, um so besser Speis' und Trank.

Frage 8: Was ist der Name Euerer Loge? Antwort: Kilwinning.

Frage 9: Wie steht Eure Loge? Antwort: östlich und westlich wie der Tempel von Jerusalem.

Frage 10: Wo war die erste Loge? Antwort: In der Vorhalle von König Salomons Tempel.

Frage 11: Gibt es Lichter in Euerer Loge? Antwort: Ja, drei, den nord¬östlichen, südwestlichen und östlichen Durchgang. Der eine bezeichnet den Maurermeister, der andere den Aufseher, der dritte den Platz der Handwerker.

Frage 12: Gibt es Kleinodien in Euerer Loge? Antwort: Ja, drei, den be-hauenen Stein, ein quadratisches Pflaster und einen gemeißelten Stein.

Frage 13: Wo werde ich den Schlüssel Euerer Loge finden? Ja (Antwort?)

drei Fuß und einen halben von der Logentür unter einem be-hauenen Stein und einem grünen Rasenstück, jedoch unter dem Lappen meiner Leber, wo alle Geheimnisse meines Herzens liegen.

Frage 14: Welches ist der Schlüssel Euerer Loge? Antwort: Eine wohl auf¬gehängte Zunge.

Frage 15: Wo liegt der Schlüssel? Antwort: Im knöchernen Kasten.

Nachdem die Maurer Euch durch alle oder einige dieser Fragen geprüft haben und Ihr sie genau beantwortet und die Zeichen gemacht habt, werden sie Euch anerkennen, aber nicht als einen Maurermeister oder Handwerksgenossen, sondern nur als Lehr¬ling. So werden Sie sagen: Ich sehe, daß Ihr in der Küche ge¬wesen seid, aber ich weiß nicht, ob Ihr in der Halle gewesen seid. Antwort: Ich bin sowohl in der Halle wie auch in der Küche gewesen.

Frage 1: Seid Ihr ein Handwerksgenosse? Antwort: Ja.

Frage 2: Wieviele Punkte der Genossenschaft gibt es? Antwort: Fünf, nämlich Fuß an Fuß, Knie an Knie, Herz an Herz, Hand in Hand und Ohr an Ohr. Dann macht das Zeichen der Genossenschaft und schüttelt die Hand und Ihr werdet als ein wahrer Maurer anerkannt. Die Worte sind im 1. Buche der Könige, Kap. 7, Vers 21 und im 2. Buch der Chronik, Kap. 3, letzter Vers.

Literaturverzeichnis:

Dashwood, John R., und Carr. Harry: The Minutes of the Lodge of Edinburgh, Mary's Chapel, Nr. 1, 1958-1738, London, 1962, Q. С. A., Bd. XIII.

Gould, Robert Freke: Gould's History of Freemasonry, bearbeitet und fortgesetzt von Poole, Herbert, 3. Aufl., London, 1951.

Knoop, Douglas, Jones, G. Р., und Hamer, Douglas: Early Masonic Pamphlets, Manchester, 1945.

Knoop, Jones und Hamer: The Early Masonic Catechisms, 2. Aufl., Manchester, 1963.

Knoop und Jones: The Genesis of Freemasonry, 2. Aufl., Manchester, 1949. Möller, Dieter: Die Londoner Großloge von 1717, Vorgeschichte und Geschichte ihrer Gründung, Quatuor-Coronati-Hefte, Nr. 5, Bayreuth, 1968 (Abs. 21 u. 22).

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Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover / Niedersachsen

Библиотекой имени Готфрида Вильгема Ляйбница в Ганновере / Нижняя Саксония

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